IRAN-Abend: Im Land der Ajatollahs

Bei über 100 Besuchern platzte unser alter Gemeindesaal aus allen Nähten als am 23. Jänner Peter Kimmel einen Film über unsere Reise in den Iran zeigte. Waren die  Besucher aus Interesse am Land der Ajatollahs, so der Titel des Vortrags, gekommen, oder weil im Anschluss ein iranisches Essen versprochen worden war? Wohl beides!
 
Persiens jahrtausende alten Hochkultur wird sowohl in antiken Bauten, Skulpturen und Inschriften sichtbar, wie auch in der wunderbaren Baukunst der Moscheen. Die kahle Lebensfeindlichkeit der Wüsten wird immer wieder unterbrochen von den grünen Städten mit pulsierendem modernen Leben. Eine Erfahrung für uns war auch der Gegensatz zwischen den freundlichen, neugierigen Menschen und der doch überall spürbaren Polizeikontrolle.
 
Nach dem Film spielten und sangen zwei unserer christlichen Iraner, Navid und Sina, die in Vöcklabruck wegen ihres Glaubens Zuflucht gefunden haben, einen modernen Rapsong nach einem alten Gedicht des Hafis, der im Iran als größter Dichter verehrt wird.
 
Unsere Küsterin Maria hatte zusammen mit Nazim und Reza ein persisches Essen vorbereitet: Linseneintopf mit Huhn und Rindfleischbällchen, zusammen mit Reis, der die ganze Nacht in Salzwasser geweicht hatte, farbenfrohe Gelees und Pudding. Alles fand bei den Besuchern dankbare Abnehmer.
 
Der Reinerlös dieser gut besuchten Veranstaltung geht zur Gänze in die Betreuung unserer  iranischen Gemeindemitglieder, die in ihrer Heimat wegen ihres christlichen Glaubens in Lebensgefahr sind. Sie haben an diesem Abend gezeigt, wie gut sie schon bei uns integriert sind.
 
Inge Kimmel