Vöcklabrucker Orgelroas am 16. Juni 2019

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Zur diesjährigen Orgelroas liegen uns sogar zwei unabhängige Berichte vor, die wir gern veröffentlichen.

Vöcklabrucker Orgelroas am 16. Juni 2019

Vor nunmehr zehn Jahren kam von unserer Musikschule die Idee, einen Workshop zu veranstalten, um das Interesse der Schüler am Instrument Orgel zu intensivieren.

Welche Früchte das von Bernd Geißelbrecht liebevoll betreute Projekt inzwischen gezeitigt hat, wurde bei den drei Orgelroasen sichtbar, die seither alle zwei Jahre viele begeisterte Besucher auf die Beine bringen. Dabei wandern die Zuhörer gemeinsam mit den OrganistInnen und der Orgelklasse der Landesmusikschule durch die vier Kirchen unserer Stadt, wo jeweils für 15 Minuten gezeigt wird, wie vielfältig die “Königin der Instrumente” klingen kann.

Heuer wurde der Rundgang in der Stadtpfarrkirche begonnen. Christoph Müller und Bernd Geißelbrecht spielten Stücke von Bach und von zwei Komponisten des 18. Jahrhunderts.

Die Orgel der Evangelischen Friedenskirche ist die mächtigste und hat auch die sogenannten spanischen Trompeten, die sich gut für den von Roswitha Hinterholzer gespielten Schlachtgesang aus Portugal eigneten. Hans-Roland Peschke und Tobias Takacs intonierten Stücke aus dem 20. Jahrhundert und zeigten, dass die Orgel nicht nur für Barockmusik geeignet ist.

Nun zogen die Zuhörer hinauf in die Kirche Maria Schöndorf, wo uns die Leiterin der Musikschule begrüßte und einen kurzen Rückblick auf die Entstehung der Orgelroas gab.

Hier spielten Reinhard Lengauer, Roswitha Hinterholzer und Markus Neumüller. Letzterem wurde besonders applaudiert, da er die Aufnahmsprüfung für das Studium des Konzertorganisten bestanden hat.

Das intime Ambiente der Dörflkirche bildete den Abschluss. Hier zeigten Bernhard Roithner, Hans-Roland Peschke und ihr Lehrer Bernd Geißelbrecht nochmals die weite Spanne der Möglichkeiten auf diesem Instrument. Besonders fröhlich war der Abschluss: Markus Wimmer spielte die Melodie “Meinem Gott gehört die Welt” in verschiedenen Variationen und zauberte damit ein Lächeln auf die Lippen der Besucher.

Bei einer Agape im Pfarrhof konnten die mehr als hundert Besucher noch ihre Eindrücke bei Gesprächen vertiefen und den Musikern Anerkennung aussprechen.

Inge Kimmel