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Das Pfarrhaus

Die ersten Pfarrer waren in einer ziemlich kümmerlichen Mietwohnung in der Stadt weitab von der oberhalb des Stadttores einsam im Feld stehenden Kirche untergebracht. Die jährliche Miete stieg von Jahr zu Jahr - einen Mieterschutz gab es damals nicht. Im Lauf von 10 Jahren wurde die Miete von 75 auf 200 Gulden erhöht. Man musste an den Bau eines Pfarrhauses denken. Durch die großzügige Spende einer Witwe, Theresia Imlinger in Vöcklabruck, von 1000 Gulden wurde der Mut der Gemeinde gesteigert. Eine Haussammlung innerhalb der Diözese erbrachte 2062 Gulden. Aus den übrigen Diözesen kamen an Kirchenkollekten 543 Gulden zusammen. Der Gustav Adolf-Verein half kräftig mit.
So konnte am 31. Jänner 1886 in einer Gemeindeversammlung der Baubeginn beschlossen werden; es dürfe aber die Summe von 8600 Gulden nicht überschritten werden. Maurermeister Adam Willinger in Vöcklabruck, der auch die Kirche gebaut hatte, wurde mit dem Pfarrhausbau beauftragt.

Anfang April 1886 wurde mit dem Bau begonnen. Schon am 13. September desselben Jahres konnte Pfarrer Karl Schimik in das neue Haus einziehen, an dessen Vollendung freilich noch die Tischler arbeiteten. Die k.k. Finanz-Direktion Linz hat mit Erlass vom 15. Februar 1887 dem Hause die permanente Befreiung von der Hauszins- und Hausklassensteuer zuerkannt, solange es für Wohnzwecke des jeweiligen Pfarrers der evangelischen Pfarrgemeinde Vöcklabruck dient.