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Kirchturm und Glocken

Kirchturm mit SpitzhelmDer Kirchturm auf dem Grundrissquadrat von 4 x 4 Meter bindet in die Nordecke der Kreuzarme ein. Er wechselt in Höhe des Dachfirstes ins Oktogon und schließt mit einem Kranzgesims ab, über dem der achtseitige Spitzhelm hochstrebt. Im Turm führt eine steile Wendeltreppe bis zur Glockenstube. Über die Herkunft des Spindelbaumes wird folgendes berichtet: Matthias Oberndorfer, Pöll in Witzelkirchen, schenkte den schönsten Baum seines Waldes zum Turmbaum, an dem die Wendeltreppe befestigt ist.

Sogenannte SachsenglockeIm Jahre 1871 wurde das Deutsche Reich vereint und eine neue Währung eingeführt. Einige Kirchengemeinden in Württemberg, Thüringen und Sachsen begeisterten sich für die Idee, die ungültig gewordenen Münzen zu sammeln und in Glocken umzugießen. Vöcklabruck erhielt 1878 im Zuge dieser Aktion drei Glocken aus Kleinwelka in Sachsen. Zwei Glocken fielen der Zweckentfremdung in den Weltkriegen zum Opfer, die dritte Glocke, die sogenannte „Sachsenglocke“, erklingt heute noch am ursprünglichen Ort.

Horst Schuller / 29.03.2012
 
Verwendete Literatur
  • Karl Eichmeyer: Das Evangelium in Vöcklabruck,100 Jahre Evangelische Kirche, Festschrift, Vöcklabruck 1975
  • Karl Schimik: Die Evangelische Gemeinde AB Vöcklabruck von der Reformation bis auf die Gegenwart, Festschrift, Vöcklabruck 1895
  • Horst Schuller: Evangelische Kirchen des 19. Jahrhunderts in Oberösterreich und der Architekt Hermann Wehrenfennig, Vöcklabruck 2011