Klaus Wagner

Ehrenkurator, verstorben am 26. März 2018

 

Am 7. April geleiteten wir unseren am 26. März verstorbenen Ehrenkurator Klaus Wagner zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Stadtfriedhof unserer Gemeinde. Hier ruht er nun im Schatten der Kirche, für die er sich Zeit seines Lebens eingesetzt hat. Den Gottesdienst gestaltete Pfr. Dr. Lang, musikalisch unterstützt von Mag. Geißelbrecht (Orgel) und den Vöcklabrucker Spielleut.

Der Bundesobmann der Siebenbürger Sachsen Kons. Schuller würdigte den in Mediasch/Siebenbürgen Geborenen, der sich in zahlreichen Funktionen Verdienste um die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen erworben hatte. Seitens der Pfarrgemeinde sprach

Kuratorin Mag. Time. Im Folgenden Auszüge aus ihrer Verabschiedung.

Seit 1971 gehörte Klaus dem Vorsitz unserer Kirche an, denn von der Wahl als Gemeindevertreter kam er gleich ins Presbyterium und seit damals, unglaubliche 46 Jahre, war er in verschiedensten Funktionen tätig, seit 2011 als Kurator. Krankheitshalber musste er sein Amt im vergangenen Jahr zurücklegen. Am 1. Oktober letzten Jahres konnten wir ihm in einem eigenen Gottesdienst danke sagen. Mit insgesamt 4 Pfarrern unterschiedlichster Prägung hat er in diesen Jahren zusammen gearbeitet. Von der Diözese wurde er in die Gemeinden entsandt, um Mitarbeiter beim Kirchenbeitrag einzuschulen. Ich habe ihm einmal gesagt, dass ich es großartig finde, wie viel Zeit er der Kirche geopfert hat. Umgehend kam seine Antwort: nicht geopfert – gewidmet.

Ja, Klaus war der Kirche immer verbunden, sogar noch in seinen dunkelsten Stunden.

Klaus war ein durch und durch gläubiger Mensch. Sein Platz in der Kirche (erste Reihe auf der Pfarrhofseite) blieb selten leer. Vieles bleibt in Erinnerung. Klaus, der mit festem Schritt mit dem Klingelbeutel zum Absammeln geht. Klaus, der auf den Dachboden steigt, um den Luster zum Putzen und zum Auswechseln der Lampen herunter zu lassen, Klaus, der auf der Leiter steht und die elektrischen Kerzen am Christbaum anbringt. Klaus, der beim Kantaten-GD das Podium und die Strahler aufbaute. Klaus, der immer mithalf, wenn es ein Gemeindefest gab.

Was zeichnete ihn in all diesen Jahren aus? Da war einmal sein unbedingter Einsatz, wenn es darum ging, etwas in die Wege zu leiten. Er war unermüdlich darum bemüht, das Haus „Gemeinsam statt einsam“ entstehen zu sehen, er hat sich für Flüchtlinge engagiert, er war durch seine langjährige Tätigkeit im Presbyterium und als Beauftragter für den Kirchenbeitrag mit den einzelnen Gemeindegliedern und allem in der Gemeinde vertraut, bis zuletzt hat er bei Arbeiten, die anfielen, sofort gemeint: „Ich mache das …“ und wir haben uns nur zu gerne auf ihn verlassen. Nichts ist ihm schnell genug gegangen und er wollte sogar noch den Umbau des Pfarrhauses in die Wege leiten, den behindertengerechten Zugang, und und und...

Es war ihm nicht mehr vergönnt, alle seine Vorstellungen auf den Weg zu bringen. Von seiner unheilbaren Krankheit hat Klaus vor nicht ganz einem Jahr erfahren. Trotzdem gingen ihm das Wohl der Gemeinde und die Arbeiten, die nötig waren, nicht aus dem Kopf.

Vieles in der Gemeinde trägt Deinen Stempel. Bei allem warst Du, lieber Klaus, dabei und heute sind wir zum letzten Mal mit Dir in dieser, Deiner Kirche. Wir werden uns immer wieder an Deinen unermüdlichen Einsatz erinnern. Du wirst uns fehlen und auch Deine Kenntnis der Pfarrgemeinde. Du warst der, der alles im Kopf hatte und mit Dir geht auch sehr viel Wissen verloren. Du warst ein engagierter Kurator, der aus unserer Pfarrgemeinde noch so vieles machen wollte. Vielen hast Du geholfen, oft auch unbürokratisch.

Was bleibt uns? Wir werden Dich in der allerbesten Erinnerung behalten. Es wird Sitzungen mit Tagesordnungspunkten geben, wo wir sagen werden: Das hätte Klaus gewusst. Wir werden uns bemühen, Dein Werk fortzusetzen. Wir werden an Dich in Dankbarkeit und Liebe denken, denn für unsere Pfarrgemeinde warst Du über Jahrzehnte eine fixe Konstante, eine Persönlichkeit, aufrecht, engagiert, gläubig. Wir werden Dich vermissen.

Danke für dein Sein, deine Lebensfülle und Lebenskraft. Danke für Deinen Humor, Deinen Einsatz, Deine Freundschaft und Dein Engagement in so vielen Bereichen. Danke, dass wir Dich auf deinem Lebensweg begleiten durften.