Monatspruch Dezember 2017

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
(Lk 1,78-79)

Bild_Monatsspruch_Dez17
Alle Jahre wieder… Alle Jahre wieder erfasst uns das Weihnachtswunder. Und das nicht erst am Heiligabend, sondern schon durch die einerseits turbulente, andererseits aber ruhige Adventzeit, also den Dezember hindurch.

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und wenn es so wie heuer oft schneit und trüb ist, dann ist die Adventzeit auch recht dunkel. Da spürt man die Finsternis und wird nachdenklich. Da kann es auch sein, dass wir das Licht eines schönen Tages wieder herbeisehnen.

Von einem aufgehenden Licht, das uns besucht und die Finsternis vertreibt, spricht der Monatsspruch im Dezember. Er stammt aus dem Loblied des Zacharias, des Vaters von Johannes dem Täufer, der lange geschwiegen hatte, aber als ihm, einem alten Mann, ein Sohn, ein Geschenk vom Himmel, gegeben wird, bricht er sein Schweigen. Er bricht sein Schweigen, weil er spürt, dass sein Gott, der Gott seines Volkes und seiner Vorfahren, etwas Großartiges in Gang setzt. Er singt ein Loblied auf Gott.

In eine Welt voller Finsternis schickt Gott sein Licht. Er lässt es uns besuchen. Und das ist nicht nur die Finsternis des Winters, sondern eine viel tiefere Finsternis. Ja auch über 2000 Jahre nach dem Ankommen des göttlichen Lichts ist noch viel Finsternis in unserer Welt. Krieg, Unfrieden, Neid, Gier, Not und vieles mehr lassen unsere Tage, auch wenn die Sonne scheinen mag, recht finster erscheinen.

Die Welt ist immer noch finster, aber Gottes Licht scheint immer wieder in diese Finsternis hinein. Seine Barmherzigkeit und sein Frieden, den er uns Menschen durch seinen Sohn schenkt, sind wie ein Lichtstrahl in finsterster Nacht.

Ein Lichtstrahl wie ihn Zacharias empfunden hat. Ein Licht, das uns den Weg nach Weihnachten, nach Ostern und in Gottes Friedensreich weist.

So wünschen wir allen Leserinnen und Lesern Momente des Lichts in der freudvollen Weihnachtszeit. Momente, in denen wir Gottes Liebe und Barmherzigkeit spüren. Momente, in denen jede Finsternis dem Licht aus der Höhe weicht. Ein Weihnachtswunder alle Jahre wieder und jeden Tag.

Pfr. Markus Lang