Monatspruch Februar 2018

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
(5. Buch Mose 30, 14)

MonatsspruchFebruar18
Wann haben Sie sich das letzte Mal etwas zu Herzen genommen?

Das Wort, das hier nicht näher bezeichnet wird, ist uns nahe und wir sollen es uns zu Herzen nehmen und es sollauch in unserem Munde sein. Nun ist es so eine Sache, wenn wir uns etwas zu Herzen nehmen. Meist denken wir dabei an etwas, dass uns verletzt, das uns nahe geht und uns zumindest emotional Schmerzen bereitet. Doch ebenso gut kann „sich etwas zu Herzen nehmen“ auch bedeuten, etwas zu beherzigen, etwas ernst zu nehmen – im Fall des Monatsspruchs Februar eben das Wort.

Worte können schnell zu Herzen gehen und können erst recht schnell verletzen. Wir leben leider in einer Zeit der schnellen Worte. Und damit meine ich nicht nur, dass wir oft leichtfertig etwas sagen, das unsere Nächsten verletzen kann. Viel problematischer ist heutzutage das geschriebene Wort. Schnell und ohne groß nachzudenken machen Menschen ihre Meinung im Internet publik. Da werden vollkommen unüberlegt Hassbotschaften abgesetzt. Und während Worte oft sprichwörtlich als Schall und Rauch bezeichnet werden, so wiegt das im Netz viel schlimmer. Es heißt das Netz vergisst nicht und das ist wahr. Einmal unbedacht in die Tastatur gehämmert und schon ist es auf aller Welt und für sehr lange Zeit lesbar. Worte, die verletzen, gehen um die Welt und werden nicht vergessen. Sie verletzen Herzen und das heute leider nachhaltig.

Das Wort, das uns der Monatsspruch nahelegt, soll auch nachwirken. Es soll uns nahe sein und wir sollen es tun. Dieses Wort soll um die Welt gehen und es soll die Welt verändern. Das Wort ist Gottes Wort. Ein für alle Mal, sein erstes und sein letztes Wort für uns. Das Wort ist nämlich sein Sohn selbst, Jesus Christus. Wie es auch schon am Beginn des Johannesevangeliums heißt: „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.“ Und in seinem Sohn wird er auch das letzte Wort haben.

Das Wort ist also Jesus Christus oder – und das soll vielmehr unser Tun und Denken leiten – das Wort ist die Liebe Gottes. Wir sollen uns das zu Herzen nehmen und durch unser Tun und Reden von Herz zu Herzen dringen lassen. Gott liebt uns, Gott liebt diese Welt. Sein Wort verletzt nicht, sondern heilt. Sein Wort verurteilt nicht, sondern ist gnädig. Sein Wort ist nicht Schall und Rauch, sondern ewig.

Dieses Wort sollen wir uns zu Herzen nehmen und wirken lassen, wenn wir Worte reden und auch schreiben.

Pfr. Markus Lang