Monatspruch August 2018

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. - 1. Joh. 4,16

Monatsspruch August 2018Gott ist die Liebe!

Die Eigenschaften von Gott und Liebe sind ident und nachzulesen in 1. Kor. 13 (das Hohelied der Liebe), zitiert aus „Basisbibel“

  • Die Liebe ist geduldig.
  • Gütig ist sie, die Liebe.
  • Die Liebe ereifert sich nicht.
  • Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
  • Sie ist nicht taktlos.
  • Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
  • Sie ist nicht reizbar.
  • Sie trägt das Böse nicht nach.
  • Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht.
  • Aber sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
  • Sie erträgt alles.
  • Sie glaubt alles.
  • Sie hofft alles.
  • Sie hält allem stand.
  • Die Liebe hört niemals auf.

 

Diese Aufzählung ist umwerfend.

Liebenslieder und Liebesschwüre klingen oft übertrieben, schmalzig, teilweise unglaubwürdig. Jedoch alle Worte, mit denen Liebe beschrieben, besungen, geseufzt, gemalt oder anders dargestellt wird, erreichen nur peripher die eigentliche Fülle, die sie tatsächlich enthält. Nämlich die Liebe, die gleichzeitig Gott selbst ist, vollkommen und erfüllend. Allerdings, kleine Teile dieser Eigenschaften, portionsweise oder in kleinen Prozentsätzen gemessen, erfüllen wir Menschen ebenfalls. Das ist wunderbar und macht unser menschliches Dasein sinnerfüllend schön.

Ich lese aus dem Monatsspruch heraus, dass der Glaubende sich voll und ganz in den Einfluss dieser Liebe begibt. Ja dass Christen erfüllt werden von Gott und Seiner Liebe. Liebe – wie in 1. Kor. 13 beschrieben – möchte sich manifestieren im Leben des glaubenden Menschen, also in dir und mir. In kleinen Teilen wohl, stückweise, vielleicht unbeholfen.

Unser menschliches Bemühen kann das nicht bewirken. Liebe kommt geschenkt ins Herz und möchte sich entwickeln. Sie kann nicht im Herzen bleiben, sie muss sich ausbreiten auf die Umwelt des Liebenden.

Beispielsweise verbreiten Verliebte eine schöne, leuchtende, freudvolle Atmosphäre. Ohne gezielte Aktivität, ohne Anstrengung, einfach, weil Liebe vorhanden ist. In Gemeinschaften, in Häuser und Familien sendet dort gelebte Liebe positive Impulse aus, die auf Außenstehende wirkt. Liebe wird bemerkt und möchte jeden mit einbeziehen.

Liebe ist tatsächlich ein großes Wort. So groß wie Gott selbst.

Gottes Liebe hat ja nicht einmal an der eigenen Aufopferung für die geliebten Geschöpfe einen Rückzieher gemacht. Ostern ist doch die handfeste Liebeserklärung an uns, an seine Ebenbilder. Welch eine Liebe kommt uns da entgegen. Geschenkt. Überfließend reichlich.

Gott ist die Liebe … – ja, ja, und nochmals JA!

… und wer in der Liebe bleibt … – das sind Menschen, die die österliche Liebestat nicht nur glauben,

     sondern für sich dankbar in Anspruch nehmen:

     Christus ist auferstanden.

     Sünde ist vergeben.

     Neues Leben in der Liebe kann beginnen.

... der bleibt in Gott und Gott in ihm – Zusagen über Zusagen.

     Herrliche offene Arme unseres Gottes wollen uns helfen, trösten segnen.

     Mit Gottes Geist im menschlichen Leben ist die „Versorgung“ mit

Glaube, Hoffnung und Liebe gesichert.

     Lied 116:  Lasst uns lobsingen vor unserem Gott:

     Christ ist erstanden, Halleluja.

     Sünd ist vergeben, Halleluja,

     Jesus bringt Leben, Halleluja.

… und vielleicht gelingt es ja doch, dass das Liebensgeschenk Gottes durch unser persönliches Sein ein kleines Ventil oder Fenster nach außen erhält. Gott segne uns dazu.

 

Lektor Harry Muerth