Monatspruch September 2018

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3,11 - Luther 2017)

Monatsspruch September 2018

Alles hat seine Zeit - auch der Wunsch des Menschen, nach dem zu fragen, was ewig ist und ewig bleibt!

Ewigkeit im Herzen  - das wird niemand auf diesem Globus in Frage stellen, der ernstlich nachdenkt! Religiosität und Spiritualität in allen Kulturen auf unserer Welt sind wohl der beste Beweis dafür!

Ewigkeit im Herzen - Vergänglichkeit als tagtägliche Realität!
Ein Spannungsfeld, auf das sich wahrscheinlich alles, was unser Leben bestimmt, zurückführen lässt:

Die Frage nach dem Sinn; der Versuch, etwas Bleibendes zu schaffen (Kultur); die Unruhe und Getriebenheit; die Angst, zu kurz zu kommen; die Zeit, die wie Sand durch die Finger rinnt; die rücksichtlose Gier nach Leben und die damit verbundene Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Natur…(ließe sich noch beliebig fortsetzen)

Ewigkeit im Herzen – wir können sie weder ergründen noch verstehen und deshalb auch so schwer damit umgehen!
Wir sehnen uns (zurück?) nach dem ewigen Leben, können uns aber nicht vorstellen, dass etwas ohne Anfang und Ende besteht. Ja ehrlich gesagt, es kann sogar für uns bedrohlich sein, da wir ja die Zeit chronologisch (mit Ablaufdatum) oder in Zyklen (immer wiederkehrenden Kreisläufen) erleben. Gebunden an Raum und Zeit müssen wir feststellen, dass der Begriff Ewigkeit unser dreidimensionales Denken bei Weitem übersteigt!

Ewigkeit im Herzen – geschaffen für die Ewigkeit, jedoch hineingepresst in ein damit verglichen verschwindend kurzes Leben, selbst wenn die Lebenserwartung ansteigt! Was für ein Missverhältnis – ich möchte fast meinen: was für ein Konstruktionsfehler!

Daraus folgt  ein unheimlicher Hunger nach LEBEN und eine kaum stillbare SEHNSUCHT nach Unvergänglichkeit, eben der Wunsch nach Ewigkeit!

Ich habe über diesen Vers schon vor 6 Jahren intensiv nachgedacht und dazu ein Lied mit dem Titel SEHNSUCHT geschrieben:

I hab Duast in meinem Herzen, I hab Hunga in da Soi!
Kann di Leere net vaschmerzen, trett nua auf da selbn Stoi
I hab Fernweh nach da oben, i hab Hamweh nach dein Reich!
Alle Grenzn san vaschobn, denn wer sonst macht alles neich?

Sie ziagt mi hin zu Dia, die Sehnsucht tief in mia,
S’Verlangen, dass was bleibt, net nua Vagänglichkeit
Sie ziagt mi hin zu Dia, die Sehnsucht tiaf in mia,
S’Verlangen nach mehr Zeit, der Wunsch nach Ewigkeit!

Die Sehnsucht nach der Ewigkeit kann daher auch nur bei dem gestillt werden, der sie in unser Herz gelegt hat, bei dem, der da war, der da ist, und der da kommt: Unser Herr Jesus Christus, gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit! Der, der uns Leben verspricht, hier und heute, aber auch über den Tod hinaus! Er, der die Zeit in seinen Händen hält!

Er hat laut Paulus „dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium!“ (2. Tim. 1,10)
In der Offenbarung (10,6) lesen wir, dass selbst die Zeit ein Ablaufdatum hat: „Es soll hinfort keine Zeit mehr sein“!

Mein Resümee:
Gott hat alles schön und gut gemacht und hat in Christus alles getan, um unsere Sehnsucht nach Ewigkeit zu stillen! In Jesus sind wir erlöst vom Fluch der Vergänglichkeit und der Knechtschaft des Todes! (Hebr. 2,15)
Er hat den „Konstruktionsfehler“ ein für alle Mal korrigiert!

Alles hat seine Zeit - Neben Chronos und Zyklus gibt es im griechischen noch ein drittes Wort für die Zeit:
Kairos – laut Wikipedia „ein religiös-philosophischer Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein kann.“

Vielleicht ist gerade jetzt dieser günstige Moment, dieser Kairos, um diese lebenswichtige Entscheidung für den „Herrn des Lebens“ zu treffen, zu erneuern oder zu bekräftigen!
Jesus verspricht in Joh. 11,25: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“

Helmut Pichlmann

P.S: das Lied „SEHNSUCHT“ gibt es ab 10.11.18 auf der CD „Ende nie“ von JuHe & Freind